Hanggrundstücke sind oft wegen des Ausblicks reizvoll, allerdings darf man bei der Bebauung den Mehraufwand nicht unterschätzen, und auch das Stiegensteigen wird zum Alltag gehören. Fast immer muss der Hang abgestützt werden, was nicht nur Kosten verursacht, sondern auch eine Verlängerung der Bauzeit bedeutet. Zusätzlich hat man meist mit Oberflächen- beziehungsweise Schichtenwasser im Hang zu kämpfen, das durch Drainagen abgeleitet werden muss, um die Kellerwände gegen Feuchtigkeit zu schützen. Bei der Planung muss grundsätzlich mit und nicht gegen den Hang gearbeitet werden: Auf einem Nordhang sollte Ihr Haus das oberste am Berg sein – sonst bleibt Ihnen im Winter nur noch Schatten.
Grundsätzlich stehen für einen Hangbau zwei Grundkonzepte zur Wahl:
- In den Hang bauen: Hier muss der Druck des Hanges abgefangen und das Wasser mit Dichtbeton und Dichtmassen abgehalten werden. Außerdem fallen Entsorgungskosten für das Aushubmaterial an.
- Vom Hang abheben: Beim sogenannten Split-Level-Haus (also etwa: geteilte Stockwerke) folgen die einzelnen Räume dem abfallenden Höhenniveau. Eine Stelzen-Konstruktion hebt sich dagegen ganz vom Hang.
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